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Die Kornaten – Kronen

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Durch seine Entstehung, Formung, seine geologische Struktur und Bodenbeschaffenheit unterscheidet sich das Relief der Kornati nicht wesentlich von jenem der anderen, vor allem der benachbarten Adriainseln. Jedoch finden wir nur hier einen Küstentyp vor, der anderswo an der Adria nich vorkommt: die zum offenen Meer abfallende Steilküste. Diese in Fachkreisen als Kliff oder Steilhang bekannte Küstenbeschaffenheit wird in der Lokalsprache der Inselbewohner Krone genannt. Die "Kronen" sind durch tektonische Spaltung entstanden, durch die der äußsere, zur offenen See gekehrte Teil der Inseln wegbrach und unter der Meeresobefläche verschwand. Durch nachträgliche Erosionsprozesse unter dem Einfluss von Wind und Meeresströmungen bildete sich eine Reihe von Kliffen, die den Archipel vor dem offenen Meer schützen.

Diese Kronen beginnen mit der Insel Pulara im Südosten, erstrekken sich auf die kliffe im Hinterland der Inseln und unter der Meeresoberfläche über die Inseln Kasela, Kolobučar, Lavsa, Veliki Škanj und Mali Škanj, Velika Panitula und Mala Panitula, Piškera , Veliki Rašip und Mali Rašip, Mana, Borovnik, Balun, Mrtvač, Veliki Obručan und Mali Obručan und enden im Südwesten der Insel Dugi Otok am Kap Lopata.

Die Länge aller Kliffe auf dem Kornat-Teil des Archipels beträgt etwa sieben Kilometer, und etwa genauso lang sind auch die Steilhänge von Dugi Otok.

Die Kliffe sind wegen ihrer besonderen Struktur, ihres Aussehens und ihrer Unzugänglichkeit für Menschen ein günstiger Nistplatz vieler Vogelarten, besonders der Seetaucher und Wildtauben. Auf den kliffen sind auch seltene endemische Pflanzenarten anzutreffen, die sich einem Leben unter besonders schweren Bedingungen angepasst haben. Am Meeresgrund unter den kliffen befanden sich einst die ertragreichsten Fischgründe mit Hummern, Langusten und zahlreichen Fischsorten von hoher Qualität.

Die Länge der Kornati-Küste beträgt 307 km. An einem so langen Küstenstrich befinden sich viele seichte Stellen, Kaps und Buchten. Besondere Aufmerksamkeit ziehen steil abfallende kleine, durch die Wirkung des Meeres zernagte Buchten, garme. Einige der größeren könnten Steinbrüche gewesen sein, während andere Fischern, Schiffen und Schafen Zuflucht boten. Nach diesen Buchten wurden auch Inseln benannt - z.b. Garmenjak. Da das Wort garme weder griechischer noch romanischer Herkunft ist, kann man annehmen, dass es dem Wortschatz der ersten Inselbewohner entstammt.

Die Kornaten – Kronen sind nicht nur wegen ihrer sehbaren Schönheiten interessant, sondern auch wegen der speziellen Lebensformen auf ihnen. Auf dem Kronenteil oberhalb des Meers leben spezielle, seltene Arten der Organismen, die an extreme Lebensbedingungen angepasst sind – an starke Wind- und Meeresschläge, eine hohe Salzkonzentration, Auswaschen, Boden- und Wassermangel und starke Sonne. Andererseits ist der Unterseeteil der Kronen voll mit biologischen Mannigfaltigkeiten und reich an einigen Organismen, die sich an die Lebensbedingungen an dieser "Wand" unter Wasser angepasst haben.


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